Hindernisse beim Agility

Entsprechend den Größenklassen der Hunde werden Hindernishöhen festgelegt.
Die Hindernisse müssen exakt genommen werden, ansonsten drohen Fehlerpunkte. Das Schwierige ist dabei nicht das Hindernis selbst, sondern die Harmonie zwischen Führer und Hund, damit der Hund die Hindernisse in der richtigen reihenfolge und der maximalen Geschwindigkeit exakt ausführt.
Im Einzelnen findet man nachfolgende Hindernisse auf einem Agility-Parcour:
Tisch:
Der Tisch muss kippsicher sein und eine rutschfeste Oberfläche aufweisen.
nach Aufsprung auf den Tisch muss der Hund 5 Sekunden warten, ehe er auf das Zeichen des Hundeführers wieder abspringen darf. Ein zu frühes Abspringen ist ein Fehler und der Hund muss den Tisch erneut absolvieren.

Hürde
Die Hürden bestehen aus den Seitenteilen und der Stange. Die Stange darf nur lose aufliegen, sie muss bei Berührung herunterfallen. Es gibt auch andere Hürdenformen, wie z.B. die Besenhürde, das Viadukt oder eine Mauer. In jedem Fall schließt die Hürde oben mit einer Abwurfstange ab.
Hürden sind die häufigsten Hindernisse im Agilityparcours. Die je nach Größenklasse unterschiedlich hoch liegenden Stangen müssen vom Hund übersprungen werden. Ein Abwurf ist ein Fehler, der mit Fehlerpunkten gewertet wird, der Sprung wird nicht wiederholt.

Reifen
Der Reifen muss durchsprungen werden, ein Springen neben den Reifen, aber innerhalb des Rahmens gilt als Verweigerung, das Hindernis muss wiederholt werden. Im Gegensatz zu den Hürden gilt eine Berührung des Reifens im Sprung nicht als Fehler. Auslassen oder Durchspringen zum falschen Zeitpunkt führen zur Disqualifikation.
Der Reifen muss zum Schutz vor Verletzungen zumindest im unteren Teil verschlossen sein. Er wird durch Ketten oder ähnliche Vorrichtungen höhenverstellbar aufgehängt; feste, starre Aufhängungen sind nicht erlaubt.

Weitsprung
Der Weitsprung besteht aus zwei bis fünf Elementen, die in aufsteigender Folge in gleichem Abstand unbefestigt aufgestellt werden. Zur Begrenzung werden an allen vier Ecken dieses Hindernisses Pfosten von 1,2 m Höhe aufgestellt. Das niedrigste Element von 15 cm steht vorne, das höchste hinten. Der Weitsprung muss innerhalb der Begrenzungsstangen bewältigt werden. Ein Umwerfen eines Elements ist ein Fehler, das Hindernis muss nicht wiederholt werden. Auslassen oder Überspringen in der falschen Richtung oder zum falschen Zeitpunkt führt zur Disqualifikation.

Slalom
Der Slalomparcours besteht aus 8, 10 oder 12 Stangen, die 3 bis 5 cm dick sind. Der Hund muss rechts von der ersten Stange das Hindernis betreten. Falsches Einlaufen ist eine Verweigerung, das Verlassen an einer falschen Stelle sowie das Auslassen einer Stange sind Fehler. Das Hindernis muss entweder ab der Fehlerstelle oder von Anfang an wiederholt werden, andernfalls kommt es zur Disqualifikation.
Laufsteg
Der Laufsteg besteht aus drei Elementen: den 2 Rampen und dem Mittelteil. Die Rampen sind mit 20 mm breiten, 5 mm bis 10 mm hohen abgerundeten Leisten versehen, die im Abstand von 25 cm befestigt sind, um den Aufstieg zu erleichtern. Der jeweils untere Teil der Rampen ist auf 90 cm andersfarbig markiert, um die Kontaktzone anzuzeigen. Die Kontaktzonenfläche muss 10 cm über die entsprechende Leiste hinausgehen. Der gesamte Laufsteg muss einen rutschhemmenden Belag aufweisen.
Zu Beginn des Hindernisses und am Ende muss der Hund mindestens mit einer Pfote die jeweilige Kontaktzone berühren, andernfalls wird das Hindernis als Fehler bewertet. Auslassen und Überlaufen in der falschen Richtung oder zum falschen Zeitpunkt führen zur Disqualifikation.

Wippe
Der Hund läuft über die Wippe, die dann zur anderen Seite wieder nach unten klappt. In Ruhestellung muss die Wippe auf der Seite am Boden sein, von der der Hund kommt. Zu
Beginn des Hindernisses und am Ende muss der Hund mindestens mit einer Pfote die jeweilige Kontaktzone berühren, andernfalls wird das Hindernis als Fehler bewertet. Auslassen und Überlaufen zum
falschen Zeitpunkt führen zur Disqualifikation.

A-Wand
Die A-Wand besteht aus zwei schiefen Ebenen, die die Form eines „A“ bilden. Die Kontaktzonen sind 106 cm lang. Die Verlattung und der rutschhemmende Belag entsprechen dem Laufsteg.

Tunnel
Der Tunnel soll bei Benutzung am Boden fixierbar sein und muss in der vorgegebenen Richtung durchlaufen werden. Wer den falschen Eingang wählt, wird disqualifiziert. Auslassen oder Durchlaufen zu einem falschen Zeitpunkt führt ebenfalls zur Disqualifikation.

Sacktunnel
Dieses Hindernis ist zweiteilig. Es besteht aus einem festen Teil als Eingang und dem flexiblen Stoffteil. Der Eingang ist umgekehrt U-förmig aus festem, verwindungssteifem Material, daran schließt sich der flexible Teil an.
